Boxsport

Boxen beim ETV

Unser Boxtraining erfolgt bewusst gesundheitsorientiert und betont respektvoll. 

Wir bieten einen Mix aus kampffreiem und ausdauerintensivem Fitness-Boxing sowie dem lernintensiveren Light-Contact Boxing mit Sparring d.h. miteinander-kämpfen als höchste aller Trainingsformen an.  

Light-Contact Boxing wird international mit LC abgekürzt.

Dabei geht es immer um die Balance von Aggression und Achtsamkeit. Schläge, die unser Gegenüber verletzten könnten, gelten in unserem Boxsystem als Regelwidrigkeiten. Wir lehren das volle Spektrum des olympischen Boxsports mit dem Unterschied, dass harte Schläge am Partner verboten und nur am Sandsack erlaubt sind. Dabei trainieren wir sowohl in geschlechtsspezifisch getrennten Gruppen als auch gemeinsam. Unser Boxtraining trainiert alle Muskelgruppen, hält fit und fördert die Konzentration. Es ist ein exzellentes Ganzkörpertraining. Mentales Coaching und gegenseitiges Feedback ist ein wesentlicher Bestandteil des Trainings für die Persönlichkeitsentwicklung aller Beteiligten.

Für unsere Boxabende steht ein eigener Boxring zu Verfügung, den wir regelmäßig aufbauen.

Als erste Boxsparte in Deutschland bieten wir zudem eine mögliche Mitgliedschaft für die Sektion Light-Contact Boxing bei Swissboxing (Schweizer Boxverband) an, so dass es möglich wird, auch über das 37. Lebensjahr hinaus öffentlich zu boxen. Dazu fahren wir mehrmals im Jahr in verschiedene Städte in die Schweiz. 

Zum kostenfreien Kennlerntraining kann am Donnerstag ohne Anmeldung einfach in die Halle gekommen werden. Bitte hierfür bequeme Sportbekleidung, Hallensportschuhe und etwas Wasser (Bitte keine Glasflasche!) mitbringen, Boxequipment können wir zunächst leihen.

Für alle anderen Trainings gilt: Probetraining nur nach vorheriger Absprache!

Kontakt: Helmut Jung 0178 - 429 13 10 sowie boxsport@etv-hamburg.de

Am besten erreichbar per Mail, SMS oder telefonisch am Dienstag und Donnerstag von 11-12.30h.

 

 

Video Light-Contact Boxing

Unser erstes Turnier in der Schweiz

Ein Quartett von Eimsbütteler Nachwuchskämpferinnen machte sich im Dezember 2015 auf nach Basel. Die 15-jährigen Amelie, Merle und Smilla sowie die 14-jährige Lisa bestritten dort ihr erstes Turnier in der Leichtkontakt-Box-Hochburg Schweiz. Merle Brunner berichtet im Folgenden über das Geschehen im und außerhalb vom Ring: 

Haben Sie jemals acht Euro für einen Döner gezahlt? Nein? Dann hätten sie mit zum SwissBox Cup fahren sollen! Um Ihnen einen Einblick in dieses Erlebnis zu verschaffen, fange ich mal ganz von vorne an: Wir sind mit vier Teilnehmerinnen gestartet und konnten ganze zwei Siege davon tragen, was nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, dass wir alle noch nie an einem offiziellen Turnier teilgenommen haben, und schon gar nicht in der Schweiz. Wir konnten netterweise in einem sehr noblen Box-Club übernachten. Was uns Vor- und Nachteile verschaffte. Einerseits konnten wir uns mit dem Ring und der Umgebung vertraut machen. Andererseits packte unseren Trainer um knapp Mitternacht ein extremer Ehrgeiz, was dazu führte, dass ein Nachttraining angesetzt wurde. Allerdings kann ich mich rückblickend nicht beschweren, weil das vielleicht der Motivationsschub war, den wir brauchten, um unser Bestes zu geben. Um halb Drei durften wir uns endlich in die Schlafsäcke rollen ...     

Bis zwei Uhr am Nachmittag waren dann alle Teilnehmer mit ihren Eltern, Trainern und Geschwistern eingetroffen. Das Boxstudio war am Ende mit knapp 70 Leuten gefüllt, was einem durchaus Angst macht. Mein Tipp für so einen Moment: Red Bull und ein Spiegel. Red Bull eignet sich als Nervennahrung und liefert die nötige Energie. Den Spiegel braucht man, um sich davor zu stellen und sich anzuschreien. Bevorzugen würde ich ermutigende Sätze wie ,,Du schaffst das!“ oder ,,Nein, die (leider vorgegebenen) Boxhosen sehen nicht so aus, als hättest du sie aus der Altkleidersammlung geklaut!“ Und dann geht’s auch schon los. Du stehst in einer dichtgedrängten, stickigen Halle, und alle laufen hektisch umher. Nur du hast keine Ahnung, was du machen sollst, und überlegst langsam, dir heimlich die Beine zu brechen, um nicht antreten zu müssen ...

Ich hatte das große Glück, gegen eine Anfängerin zu kämpfen. Unsere Hürden bei diesem Turnier waren nicht unbedingt körperlicher Natur. Es ging eher er um die emotionale Hürde, die so schwer zu überwinden war. Bei dem Gefühl, im Ring zu stehen und einen Schlag ins Gesicht nach dem anderen zu kassieren, während um dich herum Dutzende von Leuten stehen, die dich wahrscheinlich alle auslachen werden. Aber da ich gegen eine Anfängerin antreten durfte, ging es mir gleich ein bisschen besser. Im Nachhinein tut mir meine Gegnerin doch sehr leid, da sie einige Schläge von mir einstecken musste. Wie Sie sich vielleicht langsam denken, habe ich den Kampf gewonnen.

Damit Sie es sich besser vorstellen können, hier ein paar Regeln zum Leichtkontakt-Boxen: Sie denken jetzt vielleicht: „Oooh, wie langweilig – da wird ja nicht mal richtig geschlagen.“ Damit liegen Sie falsch. Natürlich wird bei uns richtig gekämpft. Nur boxen wir nicht so lange und hart, dass am Ende einer bewusstlos am Boden liegt. Jedenfalls gibt es beim Leichtkontakt-Boxen ein paar Grenzen, damit sich die Kämpfer nicht bis ins Krankenhaus schlagen. Bei Überschreitung (berühren ja, verletzen nein) geht der Ringrichter dazwischen und gibt einen Minuspunkt. Jeder von uns durfte zweimal kämpfen. Ein Kampf hat drei Runden, die circa eine Minute lang sind. Der Boxsport, insbesondere der Leichtkontakt-Boxsport ist in der Schweiz sehr populär. Was mich wundert, da die Schweiz noch nie einen Weltmeistertitel oder eine Olympiamedaille gewonnen hat.

Meine Teamkolleginnen hatten größtenteils schwierigere Gegnerinnen. Lisa aus meinem Team musste gegen die Gegnerin antreten, die ich bereits besiegt hatte. Vielleicht hat sie es ein wenig übertrieben, denn am Ende hat das Mädchen weinend aufgegeben. Oder das Mädchen hat übertrieben sensibel reagiert, denn Lisa wollte zwar gewinnen, ist aber fair geblieben. Smilla, eine unserer anderen Boxerinnen, musste leider eine unverdiente Niederlage gegen eine ältere und wesentlich erfahrenere Boxerin wegstecken. Meine letzte Gegnerin war nicht weniger angsteinflößend – was mir erst im Nachhinein klar wurde: Die Kämpferin war 22 Jahre alt und hatte schon an etlichen Kämpfen teilgenommen, ich als Anfängerin konnte da also nicht viel reißen … Unsere letzte Starterin war Amelie, die ebenfalls gegen eine extrem starke Gegnerin antreten musste. Insgesamt haben wir zwar nur zweieinhalb Kämpfe (einmal unentschieden) gewonnen, aber schließlich muss man bedenken, dass dies von uns allen das erste Turnier war.

Wir haben uns dafür sehr gut geschlagen und hoffen, in diesem Jahr wieder in die Schweiz fahren zu können.

Für Sightseeing war nicht wirklich Zeit zwischen Box-Club, Training, Essen und Turnier. Von Basel haben wir nicht viel mehr gesehen als die gepflegten Bahnhöfe, sogar die sind sauberer als woanders. Und der Turnierort Frenkendorf ist zwar relativ  überschaubar, aber extrem gemütlich … morgens um acht kann man auf der Hauptstraße laufen. Und wenn man den Schweizern glauben darf, haben wir den besten Döner in der ganzen Schweiz gegessen. Und den teuersten in Europa ...

 

 

27.07.2015

Durch die Schule boxen: Präsentation am Lycée Français

Ob Leichtkontaktboxen, Light-Contact Boxing oder „Boxe Éducative“ wie am Lycée Français: Die Faustkampfvariante ohne harte Schläge und Kopftreffer eignet sich bestens als Schulsport

Am 27. Juli startete unser Team vom Light-Contact Boxing zum Schulfest des Lycée Français in Lokstedt: An der französischen Schule wurden wir empfangen von unserer Mitsportlerin und „frischgebackenen“ LC-Boxtrainerin Brigitte Aster. Die gebürtige Französin, beim diesjährigen Vereinsturnier auf dem zweiten Platz (!) in einem auch mit Männern besetzten Teilnahmefeld, hat jüngst ihre Trainerausbildung absolviert. Als Mitarbeiterin des Lycée Français wurde sie gebeten, dort eine Schul-Boxgruppe aufzubauen. Dieses Vorhaben sollte und wollte die LC-Boxpräsentation des ETV beim Sommerfest unterstützen.

Eine gelungene Boxpräsentation steht und fällt mit der atmosphärischen Wirkung eines Boxrings, um den faszinierenden Sport auch außerhalb der gut ausgestatteten Hallen des ETV präsentierbar zu machen. Co-Trainer Maximilian Friese und Boxsportler Gerrit Grimm haben äußerst erfolgreich getüftelt! Das sehenswerte Ergebnis passt in den Pkw von Team-Kollege Sifa Keles und ist auch schnell aufzubauen. Zunächst wurden auf dem Fest einige Runden im Ring durch fortgeschrittene Sportlerinnen und Sportler der LC-Sparte des ETV präsentiert. Dann folgten Mitmach- und Trainingsaktionen für anwesende Schülerinnen und Schüler, die unter Leitung von Trainer Helmut Jung auch in erste Anfängerkämpfe mündeten – für Teilnehmer wie Zuschauer eine sportliche Herausforderung! Bei diesen Kämpfen durften die „Neuen“ erst mal nur zu Bauch, Brust und Schultern boxen. Treffer am Kopf waren ebenso verboten wie harte Schläge.

Denn das ist genau die gesundheitsorientierte Idee des aus Frankreich stammenden und in der Schweiz von Stefan Käser weiterentwickelten Systems namens „Light-Contact Boxing“: Die Faszination des Boxsports für alle Menschen erlebbar zu machen, ohne dabei gesundheitliche Folgeschäden zu riskieren. Die verschiedenen Ringrichter und Betreuer waren sich übrigens schnell einig, manch vielversprechendes neues Talent am Lycée entdeckt zu haben!

Stimmigerweise ist (neben der Schweiz, Österreich und Schweden) Frankreich derzeit das Land mit der weitesten Verbreitung von Leichtkontaktboxen. „Boxe Éducative“ ist dort seit Jahren sowohl beim nationalen Boxverband wie auch in den staatlichen Schulen offiziell verankert. In Deutschland gilt es, dies noch zu verwirklichen. Das Hamburger Lycée Français nimmt damit ebenso wie der Eimsbütteler TV eine Vorreiterrolle in Deutschland für die Zukunft eines breitgefächerten Boxsportangebots ein.

Zum Boxkurs, der nach den Sommerferien begann, haben sich übrigens sage und schreibe 51 Schüler und Schülerinnen angemeldet! Das Lycée Français hat mit seiner neuen Trainerin Brigitte Aster also ganz eindeutig das Potenzial, zum zweiten Großstandort für Light-Contact Boxing beziehungsweise Boxe Éducative in Hamburg und in Deutschland zu werden.

 

 

18.10.2015

Besuch bei Box-Edukation in Lüneburg

Für uns Light-Contact-Boxsportler und -Boxsportlerinnen war es bislang etwas schwierig gewesen, wenn wir nicht nur intern, sondern auch mal mit einem anderen Verein boxen wollten.

Stets sind wir einmal im Jahr in die Schweiz gereist, wo in Basel die Zentrale des Light-Contact Boxings durch den Präsidenten Stefan Käser geleitet wird (Andere Begegnungsmöglichkeiten wären mit Schweden und Frankreich auch nicht näher…). Fast allen Vereinen in Deutschland ist unsere Philosophie der achtsam-aggressiven Schlagkraft– wie sie schon beim Karatedo oder dem Kickboxen etabliert ist – unbekannt. Der Schweizerische Boxverband hat Light-Contact Boxing schon vor Jahren einen festen Platz neben dem Vollkontaktboxen eingeräumt. Der Deutsche Boxverband prüft gerade, ob das auch hierzulande geschehen soll; allerdings tut er sich damit etwas schwer...

Dr. Arwed Marquardt von der Universität Lüneburg hat mit Michael Metzler ein kleines Trainingszentrum in Lüneburg eröffnet, in dem Leichtkontakt-Boxen für Schulklassen und Einzelaktive sowie Weiterbildungen für Pädagogen angeboten wird.

So machte sich das ETV-Trainerteam Helmut Jung, Clarissa Schliemann, Maximilian Friese und Sifa Keles mit den beiden Talenten David Zeikau und Niklas Margies am 18. Oktober auf den Weg nach Lüneburg, um sich beim „Tag der offenen Tür“ vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Nach diversen Sparringsrunden und Trainingskämpfen im Open-Air-Boxring mit schöner Kulisse an einem alten Bahnhof sowie leckerem Buffet wurden wir uns schnell einig; wir sehen viel Gemeinsames und freuen uns, endlich auch in Deutschlandeinen festen Kooperationspartner für unsere Idee des „Boxsports für Alle – Boxen ohne harte Schläge“ gefunden zu haben ...

 

 

Beitritt zur LCBA in Genf

Als erste deutsche Boxabteilung ist die Leichtkontakt-Boxsparte des ETV am 30. August 2014 (Gründungs-)Mitglied der „Light-Contact Boxing Association“ (LCBA) in Genf geworden. Präsident der Organisation ist Stefan Käser, der das Konzept Light-Contact Boxing entwickelt hat und der mit einigen seiner Boxsportlerinnen und Boxsportler aus Basel an unserem Turnier zum 15-jährigen Jubiläum der Leichtkontakt-Boxsparte im April mitgewirkt hat. Die LCBA ist eine Unterorganisation des schweizerischen Boxverbandes SWISSBOXING und umfasst alle Vereine der Schweiz, die Light-Contact Boxing wettkampforientiert betreiben sowie nun auch unseren Verein aus dem Nachbarland. Durch diese Mitgliedschaft dürfen unsere Sportlerinnen und Sportler auch wieder an höher angesiedelten Fortgeschrittenen-Turnieren teilnehmen! Die BoxsportlerInnen des ETV freuen sich auf diese Herausforderung genauso wie sie die Möglichkeiten begrüßen, die die Light Contact Boxing Association in der Zukunft der Sportart aufzeigen wird.

24.04.2014

Boxen: 1. Internationales Light-Contact-Boxing-Turnier in Hamburg

Am Samstag, den 26.April (Sportzentrum Bundesstraße) richtet der ETV das
1. Internationale Light-Contact-Boxing-Turnier in Hamburg aus. Light-Contact Boxing ist eine neue Form des traditionellen Boxens, bei der harte Schläge (besonders der bewusst geführte K.o.-Schlag) verboten sind. Dennoch wird das ganze Spektrum des olympischen Boxens trainiert und zur Anwendung gebracht. Der ETV verfügt als deutscher Pionier-Verein über ausgebildete Light-Contact-TrainerInnen und setzt voll auf die Karte dieser gesundheitsorientierten Boxvariante. Jetzt geht es erstmals in Hamburg in den internationalen Schlagabtausch im Ring.
Erwartet werden zu dem Turnier SportlerInnen insbesondere aus der Schweiz sowie den Boxabteilungen des FC St. Pauli, Box Edukation Lüneburg usw. Los geht es in der Großen Halle um 16 Uhr.

Kooperation mit der Nachhilfeschule Dyck

Dass regelmäßig unter fachkundiger Leitung ausgeübte Sportbewegungen gesund sind, ist mittlerweile ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass Bewegungen, bei denen Arme und Beine die Körper-Mittellinie kreuzen, die Gehirntätigkeit besonders anregen (Brain Gym).

Doch auch Sport und Bewegung sind keine Allheilmittel, wenn es darum geht, Lerndefizite aufzuholen oder eindeutig Schulnoten zu verbessern.

Deswegen gibt es seit geraumer Zeit eine Kooperation zwischen der Nachhilfeschule Dyck in der Osterstraßee und der Box-Sparte im ETV.
Sportlerinnen und Sportler der Kinder- und Jugenboxgruppe können sich - ebenso wie alle anderen Kinder und Jugendlichen auch - Rat und Tat bei den verschiedenen Lehrkräften holen.
Das besondere ist dabei, dass im Falle Boxen eine Personalunion besteht und der bekannte Boxtrainer Helmut Jung auch als Nachhilfetrainer und Lerncoach den Kindern und Jugendlichen fächerübergreifend zur Seite steht.
Nach dem 12 Stufen-Modell des ehemaligen Turn-Weltmeisters und heutigem Buchautor
des Bestsellers "Der Weg des friedvollen Kriegers" Dan Millman werden Schwächen abgemildert und Stärken weiter entwickelt wie zum Beispiel
Selbstwert entdecken, Willen erneuern, Ernährung verbessern, Intuition schulen, Gefühle akzeptieren, Ängste betrachten und den eigenen Schatten erhellen.
Dieses aus dem Sport kommende und auf Schüler übertragen Coaching
zielt nicht nur auf Verbesserung der Noten, sondern vor allem auf die Entwicklung der Persönlichkeit.
Erfolge in Schule und Umfeld können sich dann "von ganz alleine" einstellen...

Kontakt

DMAX über Light-Contact-Boxing