Faustball

Faustball beim ETV

Faustball ist ein vielseitiges, aber auch leistungsorientiertes Rückschlagspiel. Es fordert Reaktionsvermögen und Spielwitz, zudem zeichnet es sich durch einfache Regeln aus.

Kontakt:

Vorsitzender: Claus Ehlbeck


M 45 ETV Faustballer Deutscher Feld-Meister

14.12.2015

Uwe Schneider, Olaf Neuenfeld und Thorsten Holst gewinnen Faustball World Cup in der Alterklasse 45+

Vom 27. bis 29. November 2015 fand die Klubweltmeisterschaft der Senioren in Llanquihue, im Süden Chiles, statt. In einer Spielgemeinschaft, bestehend aus Spielern des VfK Berlin, Bayer 04 Leverkusen und des ETV Hamburg wurden in der Klasse Männer 45 die deutschen Farben ver-treten. Von Seiten des ETV Hamburg, der seit 2 Jahrzehnten mit zahlreichen deutschen Meister-titeln und Podiumsplätzen im Bereich der Senioren sehr erfolgreich ist, waren Thorsten Holst, Olaf Neuenfeld und Uwe Schneider am Start

Der World Cup der Senioren bildete den Abschluss einer insgesamt 16-tägigen Reise des gesamten Teams durch Argentinien und Chile, bei der man unter anderem auch die in Cordoba (Argentinien) ausgetragene Faustball-Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften live vor Ort verfolgte. Nachdem die Deutsche Faustballnationalmannschaft der Männer unter Bundestrainer Olaf Neuenfeld eine Woche zuvor schon Weltmeister geworden war und dabei keinen Satz verloren hatte, wollten wir es den Jungs gleich tun.


Vor einer traumhaften Kulisse am Lago de Llanquihue gingen im Rahmen eines perfekt organisierten Turniers 11 Teams aus Brasilien, Argentinien, Chile, Namibia, Österreich, den USA und der Schweiz in der Klasse Männer 45 ins Rennen.

Los ging es für uns in der Vorrunde mit 5 Spiele über je zwei Gewinnsätze. Nach einem gelungenem Turnierstart gegen PUK aus Brasilien (11:2 ; 11:5) konnte gegen das Team aus Namibia mit 12:10 und 11:4 auch der 2. Sieg eingefahren werden. Damit hatten wir am ersten Tag die weiße Weste gewahrt.

Am zweiten Tag ging es morgens gegen das Team aus Luzern. Einem klaren Sieg gegen die Schweizer (11:6 ; 11:3) folgte im 4. Spiel gegen Punta Chica aus Argentinien dann der nächsten 2:0 Erfolg mit 11:3 und 11:6. Im letzten Gruppenspiel ging es für uns um den Gruppensieg und wir trafen mit Sogipa Porto Allegre aus Brasilien auf den vermeintlich stärksten Gruppengegner, dessen Hauptangreifer früher in der Bundesliga und in der brasilianischen Nationalmannschaft gespielt hat. Aber auch in diesem Spiel gaben wir uns keine Blöße. Mit einem weiteren 2:0 Sieg (11:4; 11:6) und immer noch weißer Weste waren wir Gruppenerster und somit direkt für das Halbfinale qualifiziert.

Am Finaltag stand dann das Halbfinale an. Unser Gegner hieß erneut Sogipa, die sich im Viertelfinale im rein brasilianischen Duell gegen Novo Hamburgo durchgesetzt hatten. Bei böigem Wind war es bis zur Mitte des ersten Satzes ein ausgeglichenes Spiel. Doch dann konnte durch ein gutes Aufbauspiel und gut gesetzte Angriffe die Führung konstant ausgebaut werden, so  dass der 1. Satz mit 11:6 gewonnen wurde. Der zweite Satz verlief ähnlich, wir setzten uns zunächst ab, ließen dann die Brasilianer jedoch immer wieder ran kommen, aber am Ende setzte sich dann unsere spielerische Klasse durch und mit 11:7 ging der zweite Satz ebenfalls an uns. Das Finale war erreicht.

Unser Finalgegner hieß erwartungsgemäß ASKÖ Laakirchen aus Österreich. Die mit ehemaligen österreichischen Nationalspielern gespickte Mannschaft war der Titelverteidiger. Mit Thorsten Holst (neben Jochen Böttcher vom VfK Berlin) im Angriff, Olaf Neuenfeld als Zuspieler sowie Uwe Schneider (mit Christian Müller vom VfK Berlin) in der Abwehr standen alle 3 Akteure des ETV Hamburg in der Startformation. Die Mannschaft präsentierte sich auf allen Positionen in sehr guter Form, mit einer starken Abwehrleistung, sehr gutem Zuspiel und  konsequenten Angriffsbällen erspielten wir uns einen komfortablen Vorsprung, den wir dann auch mit einem 11:5 Satzerfolg sicher nach Hause brachten.
Im 2. Satz fanden die Österreicher besser ins Spiel, beim Stande von 2:4 nahmen wir die einzige Auszeit des Turniers und unterbrachen damit den Spielfluss der Laakirchener. Die nächsten Bälle wurden wieder souverän abgewehrt und selbst sicher verwandelt, dazu zwei Eigenfehler des Gegners und schon lagen wir mit 7:4 vorne. Diesen Vorsprung wollten wir uns nun nicht mehr nehmen lassen. Bei 10:7 hatten wir den ersten Matchball. Die Angabe von Laakirchen wurde abgewehrt, unser Angriff punktete aber nicht. Die Österreicher kamen nochmals zum Angriff, schlugen den Ball aber ins Seitenaus und damit war unser Triumph perfekt. Weltmeister ohne Satzverlust wie die A-Nationalmannschaft. Unser Jubel kannte keine Grenzen und wir feierten diesen Sieg ausgiebig bei der anschließenden Abendveranstaltung.

Die Weltmeistermannschaft bestand aus:
Jochen Böttcher, Christian Müller, Gunnar Hoppe (alle VfK Berlin), Frank Schmidt (Bayer 04 Leverkusen), Thorsten Holst, Olaf Neuenfeld und Uwe Schneider (ETV Hamburg)

Weitere Titel beim World Cup der Senioren gingen an die Frauen 30 von TuS Rot-Weiss Koblenz und den VfB Stuttgart in der Klasse Männer 55. Der TSV 1860 Hagen wurde Vize-Weltmeister in der Klasse Männer 35.

Sportlich, kulturell und gesellschaftlich war die Reise nach Südamerika für alle Akteure sicher-lich ein absolutes Highlight. Und eines ist gewiss: 2018 wird das Turnier voraussichtlich in Namibia stattfinden ...... und dann soll der Titel verteidigt werden.

Trauer um Peter Ehlbeck

Im Alter von 92 Jahren verstarb am 17. Oktober das ETV Ehrenmitglied Peter Ehlbeck. Ehlbeck, der dem Verein bis zuletzt tief verbunden war, feierte in seiner aktiven Karriere als Faustballer große Erfolge. Kein anderer Name steht in der deutschen Sportgeschichte so stellvertretend für das erfolgreiche Faustballspiel wie der Name Peter Ehlbeck. Peter Ehlbeck war Kapitän der Nationalmannschaft und holte viermal die deutsche Meisterschaft mit dem ETV: 1947, 1948, 1954 und 1962.
Bis in die achtziger Jahre war Faustball eine populäre Sportart in Deutschland. In manchen Spielen bewunderten 40.000 Zuschauer Ehlbecks berühmten und bei den Gegnern gefürchteten „Hammerschlag.“ Er galt auch in der Presse als der „Fritz Walter des Faustballs“.
Bis zu seinem 90. Lebensjahr war Ehlbeck noch regelmäßig sportlich aktiv und bis zuletzt ein geschätzter Gast bei seinen Faustballkollegen. 
Der ETV verliert ein Urgestein und trauert mit der Familie  und den Freunden von Peter Ehlbeck.

Faustball Chronik

Bereits 1896 wurde die Faustballabteilung gegründet und schon zwei Jahre Später fand die erste Turnierteilnahme statt, es folgten weitere Turniere. 1913 wurde im ETV auch Frauenfaustball eingeführt. Von 1928 bis 1967 sammelten die Mannschaften des ETV fleißig Titel und Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften.

1972 setzte sich die Erfolgsgeschichte fort, neben weiteren Vereinstiteln gewann Claus Ehlbeck, der heutige Vorsitzende der ETV Faustballabteilung, auch Internationale Erfolge. 1979 konnte er einen Weltmeistertitel feiern, 1980 wurde er Europameister und 1982 erneut Weltmeister. Auch im Verein wurden weitere Titel eingefahren, so zum Beispiel 1985 der 3. Platz der Herren bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften, 1990 3. Platz der Herren beim Deutschen Turnfest in Bonn und 1995 Deutscher Feldmeister der Herren AK 30.

Bis heute sind die AK 30 und 40 sehr erfolgreich, letztere wurden 2006 Deutscher Hallenmeister in Merseburg.

Die wichtigsten Siege

1928  Deutscher Meister der Herren
1929  Deutscher Meister der Herren
1934  Deutscher Meister der Damen
1947  Deutscher Meister der Herren
1948  Deutscher Meister der Herren
1954  Deutscher Meister der Herren
1956  Deutscher Meister der männlichen Jugend
1962  Deutscher Meister der Herren 
1972  Deutschlandpokal-Sieger mit der Hamburgauswahl (Bernd Stabrin / Claus Ehlbeck)
1979  Weltmeister mit der Nationalmannschaft (Claus Ehlbeck)
1980  Europameister mit der Nationalmannschaft (Claus Ehlbeck)
1982  Weltmeister mit der Nationalmannschaft (Claus Ehlbeck)
1995  Deutscher Feld-Meister der Herren AK 30
1997  Deutscher Hallen-Meister der Herren AK 30
2000  Deutscher Feld-Meister der Herren AK 30
2001  Deutscher Feld-Meister der Herren AK 30
2003  Deutscher Hallen-Meister der Herren AK 40
2004  Deutscher Hallen-Meister der Herren AK 40
2005  Deutscher Hallen-Meister der Herren Ak 40
2006  Deutscher Hallen-Meister der Herren AK 40
2007  Deutscher Feld-Meister der Herren AK 45
2007  Deutscher Hallen-Meister der Herren AK 40